FSV 1926 Cappel
FSV 1926 Cappel

Vereinschronik

Die Geschichte des FSV Cappel

von 1919 bis 1960

Die erste Berührung mit dem Fußballsport hatten die Cappeler Jungen nach dem Ende des ersten Weltkrieges. Die aus englischer bzw. japanischer Kriegsgefangenschaft zurückkehrenden Karl Brunet, Peter Kühl, der hier nach Kriegsende ansässige Hans Rau, die Gebrüder Fritz und Johannes Cappeller sowie Philipp Gröb aus Ronhausen waren in diesem Sport schon geübt und brachten der Cappeler Jugend, die in Scharen begeistert mitmachte, die ersten Fertigkeiten bei. Es entstand der Sport- und Spielklub 1919 Cappel, der sich nach einiger Zeit mit dem hiesigen Turnver­ein 1906 vereinigte. Es standen 2 aktive Mannschaften auf dem Felde, die ihr Können in zahlreichen Freundschafts- und Pokalspielen unter Beweis stellten. Leider kam aus Mangel an geeigneter Führung und hauptsächlich bedingt durch die katastrophale Inflationszeit der Spielbetrieb der Fußballabteilung zum Erliegen. Einige der Aktiven blieben aber ihrem liebgewordenen Sport treu und spielten in Nachbarvereinen, dem ehemaligen Sportverein Kurhessen Marburg, in Germania Marburg, in Ockershausen und der Freien Turnerschaft Marburg weiter. Sie bildeten auch den Stamm jener Mannschaft, die der nun wieder am 28.5.1926 neugegründete Verein „Sportlust 1926" ins Feld stellte. Er ist nun der Traditionsverein des heutigen Fußballsportverein Cappel. Als erster Vorsitzender stellte sich Heinrich Seil zur Verfügung, welcher auch einstimmig gewählt wurde. Er war den meisten sehr jungen Mitgliedern und Aktiven ein guter Freund und Berater. Weitere Vorstandsmitglieder waren Adam Heuser, Johann Heinrich Naumann, Konrad Kühn I, Konrad Böth , Heinrich Koch und Jonas Noll. In der ersten Verbandsrunde kam die Elf durch großes Pech um den Gruppensieg. Im Jahre 1928 wurde Albert Groß, 1. Vorsitzender, und unter seiner Leitung nahm der Verein in allen Sparten einen glänzenden Aufschwung. Die Leichtathletik wurde noch intensiver betrieben, regelmäßiges Training trug außerdem dazu bei, die Spielkultur zu heben, welche ihre Krönung in der Erringung der Gruppenmeisterschaft 1928/29 fand.

Die Sportplatzfrage war zu dieser Zeit ein besonderes Kapitel. Es konnten praktisch, nach der Grummeternte, nur bis zum Frühjahr Wettspiele ausgetragen werden. Zum Glück war hier und da doch ein einsichtiger Wiesenbesitzer, der sein Gelände teilweise gegen Pachtzins zur Verfügung stellte. In all den Jahren mussten oft die Tore wandern, die Frauenberger Wiese (Erkel), die sogenannte große Wiese (Heuser), die Mühlwiesen und die Erle waren Schauplatz der Kämpfe. Dass die Torpfosten und Latten per Schulter hin- und zurückgetragen wurden, war selbstverständlich. Die Bälle mussten vom kargen Sonntagsgeld der Fußballbegeisterten bezahlt werden, da in der Kasse oft Ebbe war. In der Erle wurde der neue Fußballplatz vermessen, welcher bis zur Erstellung der jetzigen Anlage auf dem Köppel den Fußballspielern zu Verfügung stand.

Als im Jahre 1939 an der deutsch-polnischen Grenze die ersten Kanonenschüsse donnerten, da dachte noch niemand daran, dass ein Krieg ausbrach der bereits 6 Jahre später, der die Blüte der fußballsporttreibenden Cappeler Jugend nahezu vernichtet hatte, ein Krieg, der 30 aktive Cappeler Fußballer das Leben kostete.

Wenn trotzdem im Jahre 1945 aus dem wirtschaftlichen Chaos heraus bereits die ersten Anzeichen von fußballerischer Tätigkeit, wenn auch noch zaghaft im Schatten der Militärregierung zu verspüren waren, so zeugt dieses vom wahren Geist und Lebenswillen dieses Vereins.

Am 6.1.1946 waren die Vorbereitungen so weit gediehen, dass alte und junge Fußballspieler gemeinschaftlich die Neugründung des Vereins im Gasthaus Carle vornehmen konnten. Die in der Gründungsversammlung Anwesenden wählten an diesem Abend folgenden Vorstand aus ihrer Mitte:

Vorsitzender: Heinrich Muth, Vorsitzender: Johannes Cappeller, Kassierer: Heinrich Becker I, Schriftführer: Karl Luft und Spielausschußobmann: Hans Daniel.

Der Vorstand war bestrebt zunächst den Spielbetrieb zu eröffnen, wobei die Beschaffung von Spielerkleidung die größten Kopfschmerzen bereitete. Aus allen möglichen, zum Teil Schwarzmarktgeschäften wurden Sporthemden und Sporthosen beschafft, die zwar nicht so schön wie die heutigen waren, aber was spielte das zu dieser Zeit schon für eine Rolle, man war noch nicht so verwöhnt und die Hauptsache war, dass gespielt werden konnte. War die Beschaffung von Spielerkleidung schon schwierig, so traten bei der Erstellung von Fußballschuhen fast unüberwindliche Hindernisse entgegen. Es wurde einem Bauern, der in alten Fußballschuhen auf dem Acker arbeitete, ein Paar neue Amischuhe besorgt, nur damit er die Fußballschuhe herausgab.

 

Es bewahrheitete sich jedenfalls das alte Sprichwort wo ein Wille ist, da gibt es auch einen Weg. Und so kam es, dass trotz aller Hindernisse bereits acht Tage später, am 13.1.1946, unsere 1. Nachkriegsfußballmannschaft zum ersten Freundschaftsspiel bei unheimlichem Schneegestöber auf dem Sportplatz in Roth aus der Taufe gehoben wurde.

Nachdem in gemeinschaftlicher Selbsthilfe die Bombentrichter und andere Unebenheiten auf dem Sportplatz in Ordnung gebracht waren, konnte in weiteren Freundschaftsspielen die Erprobung einiger Spieler vorgenommen werden. Wir waren froh, als sich aus dem Entlassungslager einige hochtalentierte Spieler unserer gemeinsamen Sache anschlossen und wesentlichen Anteil an der Erhöhung der Spielkultur beitrugen. Am 3.2.1946 trat unsere Mannschaft in die erste Verbandsrunde an. Als das erste Spieljahr vorüber war, hatte die Mannschaft eine beachtliche Spielstärke erreicht. Der Höhepunkt des Spieljahres war ein 0:0 gegen unseren größeren Bruder - den VfL 1860 Marburg - in seiner besten Aufstellung. Als besondere Gäste konnte die 1. Mannschaft von VfB Friedberg in Cappel begrüßt werden, mit der auch gesellschaftliche Kontakte, in Form eines Familienabends geschlossen wurden.
In der folgenden Verbandsrunde wurde im ersten Anlauf der Aufstieg in die A-Klasse erreicht. Durch intensives Training und vorbildliche Kameradschaft erreichte die 1. Mannschaft in dem folgenden Jahr 1947/48 eine derartige Leistungssteigerung, dass sie zum krönenden Abschluss die A-Klassenmeisterschaft errang. Abermals verbuchte die 1. Mannschaft in einem Freundschaftsspiel gegen den VfL 1860 Marburg einen großen Erfolg, indem sie den neugebackenen 2. Amateurligameister auf eigenem Gelände eine überraschende 4:2 Niederlage beibrachte.

 

Leider war in diesen Jahren der Aufstieg zu gleich der totale Zusammenbruch, mit der Zurückziehung der Seniorenmannschaft aus der laufenden Verbandsrunde. Der Verein glich einer geschlagenen Armee, die im besten Begriff war, nach allen Himmelsrichtungen auseinanderzulaufen. Die einzige Chance, den Verein überhaupt am Leben zu halten, sah die Vereinsführung zunächst in der Heranziehung einer ehrgeizigen Jugendmannschaft, die, gepaart mit den noch verbleibenden willigen Spielern der 1. Mannschaft den Stamm für die neu aufzustellende Mannschaft bilden sollte. Begünstigt durch die Aufhebung der Sommersperre im Jahre 1955 konnte bis zum Beginn der neuen Verbandsrunde eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine gestellt werden. Bereits nach den ersten Spielen konnte man beobachten, dass ein neuer Geist in die Mannschaft eingekehrt war. In einem Siegeszug ohnegleichen wurde die B-Klassenmeisterschaft errungen und damit hatte die Mannschaft sich selbst und dem ganzen Verein das schönste Jubiläumsgeschenk zum 30-jährigen Stiftungsfest gemacht, das vom 2.6. bis 4.6.1956 feierlich mit einer Fahnenweihe begangen wurde.

An diesem Wochenende spielten für den FSV Cappel sieben Fußballmannschaften:

zwei Seniorenmannschaften, zwei Jugendmannschaften, zwei Schülermannschaften und die Altherrenmannschaft

Nur derjenige, der in die Geschäftsführung eines Fußballvereins' hineingesehen hat, der kann ermessen, was für Mühe und Arbeit es erfordert, 77 Spieler auf das Spielfeld zu bringen.

Die erste Berührung mit dem Fußballsport hatten die Cappeler Jungen nach dem Ende des ersten Weltkrieges. Die aus englischer bzw. japanischer Kriegsgefangenschaft zurückkehrenden Karl Brunet, Peter Kühl, der hier nach Kriegsende ansässige Hans Rau, die Gebrüder Fritz und Johannes Cappeller sowie Philipp Gröb aus Ronhausen waren in diesem Sport schon geübt und brachten der Cappeler Jugend, die in Scharen begeistert mitmachte, die ersten Fertigkeiten bei. Es entstand der Sport- und Spielklub 1919 Cappel, der sich nach einiger Zeit mit dem hiesigen Turnver­ein 1906 vereinigte. Es standen 2 aktive Mannschaften auf dem Felde, die ihr Können in zahlreichen Freundschafts- und Pokalspielen unter Beweis stellten. Leider kam aus Mangel an geeigneter Führung und hauptsächlich bedingt durch die katastrophale Inflationszeit der Spielbetrieb der Fußballabteilung zum Erliegen. Einige der Aktiven blieben aber ihrem liebgewordenen Sport treu und spielten in Nachbarvereinen, dem ehemaligen Sportverein Kurhessen Marburg, in Germania Marburg, in Ockershausen und der Freien Turnerschaft Marburg weiter. Sie bildeten auch den Stamm jener Mannschaft, die der nun wieder am 28.5.1926 neugegründete Verein Sportlust 1926" ins Feld stellte. Er ist nun der Traditionsverein des heutigen Fußballsportverein Cappel. Als erster Vorsitzender stellte sich Heinrich Seil zur Verfügung, welcher auch einstimmig gewählt wurde. Er war den meisten sehr jungen Mitgliedern und Aktiven ein guter Freund und Berater. Weitere Vorstandsmitglieder waren Adam Heuser, Johann Heinrich Naumann, Konrad Kühn I, Konrad Böth , Heinrich Koch und Jonas Noll. In der ersten Verbandsrunde kam die Elf durch großes Pech um den Gruppensieg. Im Jahre 1928 wurde Albert Groß, 1. Vorsitzender, und unter seiner Leitung nahm der Verein in allen Sparten einen glänzenden Aufschwung. Die Leichtathletik wurde noch intensiver betrieben, regelmäßiges Training trug außerdem dazu bei, die Spielkultur zu heben, welche ihre Krönung in der Erringung der Gruppenmeisterschaft 1928/29 fand.

Die Sportplatzfrage war zu dieser Zeit ein besonderes Kapitel. Es konnten praktisch, nach der Grummeternte, nur bis zum Frühjahr Wettspiele ausgetragen werden. Zum Glück war hier und da doch ein einsichtiger Wiesenbesitzer, der sein Gelände teilweise gegen Pachtzins zur Verfügung stellte. In all den Jahren mussten oft die Tore wandern, die Frauenberger Wiese (Erkel), die sogenannte große Wiese (Heuser), die Mühlwiesen und die Erle waren Schauplatz der Kämpfe. Dass die Torpfosten und Latten per Schulter hin- und zurückgetragen wurden, war selbstverständlich. Die Bälle mussten vom kargen Sonntagsgeld der Fußballbegeisterten bezahlt werden, da in der Kasse oft Ebbe war. In der Erle wurde der neue Fußballplatz vermessen, welcher bis zur Erstellung der jetzigen Anlage auf dem Köppel den Fußballspielern zu Verfügung stand.

Als im Jahre 1939 an der deutsch-polnischen Grenze die ersten Kanonenschüsse donnerten, da dachte noch niemand daran, dass ein Krieg ausbrach der bereits 6 Jahre später, der die Blüte der fußballsporttreibenden Cappeler Jugend nahezu vernichtet hatte, ein Krieg, der 30 aktive Cappeler Fußballer das Leben kostete.

Wenn trotzdem im Jahre 1945 aus dem wirtschaftlichen Chaos heraus bereits die ersten Anzeichen von fußballerischer Tätigkeit, wenn auch noch zaghaft im Schatten der Militärregierung zu verspüren waren, so zeugt dieses vom wahren Geist und Lebenswillen dieses Vereins.

Am 6.1.1946 waren die Vorbereitungen so weit gediehen, dass alte und junge Fußballspieler gemeinschaftlich die Neugründung des Vereins im Gasthaus Carle vornehmen konnten. Die in der Gründungsversammlung Anwesenden wählten an diesem Abend folgenden Vorstand aus ihrer Mitte:

Vorsitzender: Heinrich Muth, Vorsitzender: Johannes Cappeller, Kassierer: Heinrich Becker I, Schriftführer: Karl Luft und Spielausschußobmann: Hans Daniel.

Der Vorstand war bestrebt zunächst den Spielbetrieb zu eröffnen, wobei die Beschaffung von Spielerkleidung die größten Kopfschmerzen bereitete. Aus allen möglichen, zum Teil Schwarzmarktgeschäften wurden Sporthemden und Sporthosen beschafft, die zwar nicht so schön wie die heutigen waren, aber was spielte das zu dieser Zeit schon für eine Rolle, man war noch nicht so verwöhnt und die Hauptsache war, dass gespielt werden konnte. War die Beschaffung von Spielerkleidung schon schwierig, so traten bei der Erstellung von Fußballschuhen fast unüberwindliche Hindernisse entgegen. Es wurde einem Bauern, der in alten Fußballschuhen auf dem Acker arbeitete, ein Paar neue Amischuhe besorgt, nur damit er die Fußballschuhe herausgab.

 

Es bewahrheitete sich jedenfalls das alte Sprichwort wo ein Wille ist, da gibt es auch einen Weg. Und so kam es, dass trotz aller Hindernisse bereits acht Tage später, am 13.1.1946, unsere 1. Nachkriegsfußballmannschaft zum ersten Freundschaftsspiel bei unheimlichem Schneegestöber auf dem Sportplatz in Roth aus der Taufe gehoben wurde.

Nachdem in gemeinschaftlicher Selbsthilfe die Bombentrichter und andere Unebenheiten auf dem Sportplatz in Ordnung gebracht waren, konnte in weiteren Freundschaftsspielen die Erprobung einiger Spieler vorgenommen werden. Wir waren froh, als sich aus dem Entlassungslager einige hochtalentierte Spieler unserer gemeinsamen Sache anschlossen und wesentlichen Anteil an der Erhöhung der Spielkultur beitrugen. Am 3.2.1946 trat unsere Mannschaft in die erste Verbandsrunde an. Als das erste Spieljahr vorüber war, hatte die Mannschaft eine beachtliche Spielstärke erreicht. Der Höhepunkt des Spieljahres war ein 0:0 gegen unseren größeren Bruder - den VfL 1860 Marburg - in seiner besten Aufstellung. Als besondere Gäste konnte die 1. Mannschaft von VfB Friedberg in Cappel begrüßt werden, mit der auch gesellschaftliche Kontakte, in Form eines Familienabends geschlossen wurden.
In der folgenden Verbandsrunde wurde im ersten Anlauf der Aufstieg in die A-Klasse erreicht. Durch intensives Training und vorbildliche Kameradschaft erreichte die 1. Mannschaft in dem folgenden Jahr 1947/48 eine derartige Leistungssteigerung, dass sie zum krönenden Abschluss die A-Klassenmeisterschaft errang. Abermals verbuchte die 1. Mannschaft in einem Freundschaftsspiel gegen den VfL 1860 Marburg einen großen Erfolg, indem sie den neugebackenen 2. Amateurligameister auf eigenem Gelände eine überraschende 4:2 Niederlage beibrachte.

 

Leider war in diesen Jahren der Aufstieg zu gleich der totale Zusammenbruch, mit der Zurückziehung der Seniorenmannschaft aus der laufenden Verbandsrunde. Der Verein glich einer geschlagenen Armee, die im besten Begriff war, nach allen Himmelsrichtungen auseinanderzulaufen. Die einzige Chance, den Verein überhaupt am Leben zu halten, sah die Vereinsführung zunächst in der Heranziehung einer ehrgeizigen Jugendmannschaft, die, gepaart mit den noch verbleibenden willigen Spielern der 1. Mannschaft den Stamm für die neu aufzustellende Mannschaft bilden sollte. Begünstigt durch die Aufhebung der Sommersperre im Jahre 1955 konnte bis zum Beginn der neuen Verbandsrunde eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine gestellt werden. Bereits nach den ersten Spielen konnte man beobachten, dass ein neuer Geist in die Mannschaft eingekehrt war. In einem Siegeszug ohnegleichen wurde die B-Klassenmeisterschaft errungen und damit hatte die Mannschaft sich selbst und dem ganzen Verein das schönste Jubiläumsgeschenk zum 30-jährigen Stiftungsfest gemacht, das vom 2.6. bis 4.6.1956 feierlich mit einer Fahnenweihe begangen wurde.

An diesem Wochenende spielten für den FSV Cappel sieben Fußballmannschaften:

zwei Seniorenmannschaften, zwei Jugendmannschaften, zwei Schülermannschaften und die Altherrenmannschaft

Nur derjenige, der in die Geschäftsführung eines Fußballvereins' hineingesehen hat, der kann ermessen, was für Mühe und Arbeit es erfordert, 77 Spieler auf das Spielfeld zu bringen.

 

oben von links: K. Luft, H. Pfingst, H.Koch, H. Muth, C. Hermann, H. Böcher, H. Kirchhain, Ch. Hermann,

W. Plaike, W. Wege, H. Böttner, H. Naumann

unten von links: L. Muth, Jödige, H. Wiegand

von 1960 bis 1965

Im Jahre 1960 gab es mit dem Abstieg in die B-Klasse einen erneuten Rückschlag. Von diesem erholte sich der FSV Cappel nur langsam. War man zunächst hoffnungsvoll, bald wieder die unterste Spielklasse verlassen zu können, so zeigte sich doch bald, wie schwer es ist, sich aus den Lokalkämpfen zu befreien. Insbesondere war es die Rivalität mit den benachbarten Vereinen des Ebsdorfergrundes. Der erste Anlauf im Spieljahr 1960/61 endete abgeschlagen hinter dem Meister Wittelsberg und weiteren fünf Mannschaften aus dem Ebsdorfergrund. Auch der zweite Anlauf, der vielversprechend begann, endete mit einem enttäuschenden 3. Platz hinter Schröck und Leidenhofen. Dramatisch wurde es im Spieljahr 1962/63, als schließlich Rauischholzhausen vor Cappel aufstieg. Noch schlimmer erging es dem Verein 1963/64, denn in der Endabrechnung sprang nur ein 3. Platz hinter Ebsdorf und Niederwalger heraus.
Dieses Jahr 1963 war für die Vereinsgeschichte dadurch besonders bemerkenswert, da zu Beginn der Punktrunde die Einweihung des Clubheims am Köppel gefeiert werden konnte. Fast ausschließlich in Eigenleistung der Vereinsmitglieder war das erste Umkleidehaus im Landkreis
, in dieser Größe und Ausstattung, gebaut worden.

Erst im fünften Anlauf klappte es mit dem Aufstieg in die A-Klasse. Am Ende lag Cappel mit drei Punkten vor Marbach.

von 1965 bis 1970

Die Punktrunde in der überkreislichen A-Klasse Marburg-Biedenkopf begann vielverheißend mit einem glatten 3:0 Sieg im Hessenpokalspiel gegen den VfL Marburg. Ein 6. Platz in der Saison 1966/67 nach einer großen Rückrunde war das Ergebnis. 1967/1968 gehörte Cappel dann zu den Meisteranwärtern, aber in den beiden letzten Spielen wurden vier Punkte vergeben, die Mardorf den Meistertitel einbrachten. 

1968/1969 war es aber so weit. Schon lange vor Rundenende stand die Meisterschaft in der A-Klasse Mitte fest: in der Endabrechnung führte Cappel die Tabelle an vor Dreihausen, das 10 Punkte weniger aufwies.

Als Aufsteiger hielt Cappel lange Zeit in der Spitzengruppe mit, führte sogar zwischendurch die Tabelle an. Aber im Frühjahr 1970 war die Kraft erschöpft und nach der deutlichen Niederlage in Kirchhain (mit 0:3) wurden die Ambitionen für die Gruppenliga um ein Jahr zurückgestellt. So sprang am Ende ein 6. Platz hinter Kirchhain, Sarnau, Frohnhausen/Dill., Driedorf und Herborn heraus.

Der Rundenbeginn 1970/71 war ausgesprochen verkorkst, dann fing sich die Mannschaft und rollte in einer imponierenden Siegesserie das Feld von hinten auf. Im Duell mit Dillenburg hatte der Verein schon zur Halbzeit den Punktrückstand aufgeholt und lieferte am 31.1.1971 gegen den Tabellenführer ein denkwürdiges Spiel beim 5:0 Sieg an der Umgehungsstraße. Wochenlang wechselte die Führung zwischen Dillenburg und Cappel, aber zum Schluss gab das verlorene Heimspiel gegen Stadtallendorf den Ausschlag für Dillenburg.

von links: Trainer Ulrich, H.Wiegand, W. Kühnelt, Ch. Herrmann, H. Muth, H. Naumann, B. Hohmann, L. Muth, W. Böth, S. Beck, G. Völker, H. Weber, B. Naumann

von 1970 bis 1974

Für das Jahr 1971/72 nahm sich der Verein viel vor. In der Saisonvorbereitung gab es als herausragendes Ergebnis ein 1:1 gegen die Profis des FC Utrecht. Im November stand aber die Mannschaft auf Platz 15. Dann setzte eine Aufholjagd ein, in der Cappel bis zum Schlußspieltag ungeschlagen blieb.

Seit 1972 gehört der FSV Cappel der Gruppenliga Mitte an. In besonderer Erinnerung sind der 2:1 Sieg gegen Dillenburg, der 3:0 Erfolg gegen Rödelheim und das 2:2 Unentschieden gegen Klein-Linden. Der spätere Meister Dillenburg gewann sein Heimspiel gegen uns nur durch einen umstrittenen Elfmeter in der Schlußminute. 1500 Zuschauer sahen den 2:1 Erfolg an der Umgehungsstraße gegen den VfL, bei dem in der Vorrunde schon ein 1:1 erzielt worden war. Am Ende wurde der 9. Tabellenplatz erreicht.

Zum Auftakt der Saison 1973/74 wurde der neue Rasenplatz Am Köppel in Benutzung genommen. Das Eröffnungsspiel gewann Cappel gegen den FV Breidenbach mit 5:3 Toren. Die herausragenden Ergebnisse dieses Spieljahres waren der 1:0 Sieg in Aßlar, die beiden Derbysiege mit 2:0 am Köppel und 4:1 an der Gisselberger Straße gegen den VFL Marburg und der 4:3 Erfolg in Klein-Linden. Am Ende der Saison war Platz 11 erreicht.

Höhepunkt der Saison war das Freundschaftsspiel gegen die Bundesligamannschaft des 1. FC Köln im Juni 1974, das vor 1800 Zuschauern mit 0:4 verloren ging.

Am 27. Oktober 1973 wurde erstmals eine Damenfußballabteilung gegründet, die den aktiven Spielbetrieb aufnahm und fortan sich an der offiziellen Meisterschaftsrunde beteiligt.

von 1975 bis 1979

Ebenso erfolgreich war auch die Saison 1974/75. Nach dem gewonnenen Bezirksendspiel gegen den TSV Bissenberg erreichte der FSV die DFB-Hauptrunde. Allerdings schied man dann durch Niederlagen gegen Bärstadt mit 0:7 und gegen Offenburg mit 0:2 aus dem Wettbewerb aus.

1975/76 war die erfolgreichste Gruppenligasaison. Drei Sonntage vor Rundenschluss stand die Mannschaft nur einen Verlustpunkt schlechter als der Tabellenführer Sindlingen da. Das Ziel Hessenliga war für den Verein zum Greifen nahe.
Neben diesen Erfolgen konnte der FSV in den Jahren 1975/76 auch die Stadtmeisterschaft erringen.

Die Spielsaison 1976/77 konnte in der neu gegründeten Landesliga mit dem hervorragenden 5. Platz abgeschlossen werden.
In dem folgenden Jahr konnte der Abstieg nur durch zwei knappe 2:1 Siege gegen Gladenbach und Haiger abgewendet werden.
Weiterhin konnte im Jahr 1977 die Stadtmeisterschaft erneut gewonnen werden.

In der Saison 1978/79 gab es viele Höhen und Tiefen. Ein Höhepunkt war sicher der 3:2 Sieg gegen den Lokalrivalen VfL 1860 Marburg, vor der beachtlichen Kulisse von 1.000 Zuschauern.

Im Jahr 1979 wurde die Mannschaft durch einen 3:0 Sieg über den VfR Niederwald  Kreispokalsieger. Im gleichen Jahr konnte dann auch noch der Großkreispokal errungen werden.

von 1980 bis 1985

In der Saison 1979/80 ereignete sich nichts wirklich Nennenswertes. Allerdings konnte man den VfL 1860 Marburg erneut mit 3:1 schlagen.

1981 wurde die Mannschaft zum wiederholten Male Kreispokalsieger.
In der Liga lief es ebenfalls nicht schlecht, nach vier Spieltagen war die Mannschaft Tabellenführer der Landesliga Mitte. Hier darf der 4:1 Sieg gegen den TSV Battenberg Erwähnung finden.
Auf dem Weg zum Hessenpokalendspiel konnte man bei TSV Utphe nach 120 Spielminuten einen denkwürdigen 6:5 Sieg mit nach Hause nehmen. In der Punktrunde war am Jahresende der gute 5. Platz erreicht. Durch großes Verletzungspech, sowie durch die Abgänge von einigen Leistungsträgern konnte der Verein nur noch gegen den Abstieg kämpfen. Dieser wurde im laufenden Spielbetrieb nach damaligen Aussagen durch einige katastrophale Schiedsrichterleistung unterstützt.
Nach dem Abstieg in die Bezirksliga wurde Klaus Wiegand als neuer Trainer verpflichtet. Dieser Trainerwechsel erwies sich als Glücksgriff für den FSV, denn der sofortige Wiederaufstieg wurde geschafft.
Zusätzlich wurde zum wiederholten Male die Stadtmeisterschaft gewonnen. Dies alles geschah in einem Zeitraum von knapp vier Jahren.

von 1980 bis 1985

Im Spieljahr 1985/86 stieg neben der 1. Mannschaft (Landesliga) auch die Reservemannschaft in die A-Klasse Mitte auf.
Doch schon im darauffolgenden Spieljahr 1986/87 mussten beide Mannschaften wieder absteigen. Spielerisch stand man vor einem Scherbenhaufen. Es hatten sich 26 aktive Spieler abgemeldet.
Nur mit dem unermüdlichen Einsatz des Vorstandes und eines neuen Spielertrainers gelang es überhaupt eine einigermaßen konkurrenzfähige Mannschaft auf die Beine zu stellen.

An eine Reservemannschaft war in dieser Situation nicht zu denken. Die Mannschaft wuchs schnell zusammen und belegte am Ende der Saison den 6. Tabellenplatz der Bezirksliga. Ähnlich verlief auch die Saison 1987/88. Die von Fachleuten vorausgesagte Talfahrt bis in die B-Liga konnte abgewendet werden.

Die Saison 1988/89 ging erstaunlich erfolgreich weiter. Überraschend lag die Mannschaft bis zum 32. (von 34) Spieltag hinter dem FSV Schröck an dritter Stelle. Im entscheidenden Spiel gegen Schröck erreichte man allerdings lediglich ein 1:1, welches am Ende nicht reichen sollte.
Im gleichen Jahr bestritt man im Rahmen eines Städteaustausches, ein Freundschaftsspiel gegen eine Stadtauswahl aus Eisenach. Das Spiel endete mit 4:3 für den FSV.

von 1990 bis 1995

In der kommenden Saison 1990/91 spielte der FSV munter im Mittelfeld der Tabelle mit, ohne aber ernsthafte Ambitionen auf den Aufstieg zu haben.
Am Ende sprang ein guter 5. Platz dabei heraus. Zwischenzeitlich errang man noch den Titel Vize-Stadtmeister durch eine 0:1 Finalniederlage gegen den VFB Marburg.

1991/92 wurde ein Zitterjahr um den Klassenerhalt, dies sollte in den kommenden Jahren nicht das letzte sein. Erst der überraschende Sieg am 31. Spieltag beim Aufstiegsaspiranten SG Allendorf/Eder, rettete den FSV vor der Relegation. Trotzdem wurde man in diesem Jahr immerhin Vize-Hallenstadtmeister (3:5 wieder einmal gegen den VFB Marburg).

Die Spielzeit 1992/93 gestaltete sich wieder etwas positiver. Der FSV wurde ordentlicher 7. in der Tabelle und endlich wurde auch wieder ein Titel errungen. Bei den Stadtmeisterschaften konnte man den FSV Schröck im Finale mit 8:6 n. E. bezwingen.

Danach begannen wieder direkt die Zitterjahre. In der Runde 1993/94 konnte man erst im letzten Spiel gegen Frankenberg, durch einen 4:0 Sieg ein Entscheidungsspiel um den Relegationsplatz erzwingen. Im ersten Relegationsspiel hatte der FSV Glück, dass das Spiel bei einem Rückstand wegen Dunkelheit abgebrochen werden musste. Beim Nachholspiel waren wieder einige Spieler mehr an Bord, so dass man dieses Spiel mit 2:1 gewinnen konnte.

von 1995 bis 1999

Was sich in den vergangenen Jahren schon andeutete, nahm in der kommenden Runde 1994/95 seinen Lauf. Nachdem man von Anfang an um den Nicht-Abstieg kämpfte, besiegelte der FSV Schröck am letzten Spieltag mit einem 5:1 Sieg seinen Aufstieg und den Niedergang des FSV.
Da half es auch wenig, dass die 2. Mannschaft Meister der B-Klasse Süd wurde und in die A-Klasse aufstieg.

Nach dem Abstieg sahen im folgenden Spieljahr 1995/96 viele "Experten" schon den freien Fall in die A-Klasse voraus, was nach zahlreichen Abgängen nicht verwunderlich war. Doch es sollte sich bald herausstellen, dass mit einem ehemaligen A-Jugendspieler des 1.FC Köln und einem talentierten Studenten aus Bielefeld echte Verstärkung den Weg zum FSV gefunden hatte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte man sich mit einem Punkt vor dem TSV Michelbach behaupten und wurde Bezirksligameister. Außerdem wurde man im gleichen Jahr Stadtmeister durch einen 2:1 Sieg gegen den FV Wehrda. Auch in der kommenden Saison konnte man als Aufsteiger in der Bezirksoberliga Nord nach anfänglichen Schwierigkeiten gut mithalten. So stand man am Ende der Runde 1996/97 als hervorragender 6. da. Auch bei den Hallenstadtmeisterschaften war man erfolgreich und wurde hinter dem VFB Marburg Vizestadtmeister. Der positive Trend setzte sich in der Runde 1997/98 fort. Man belegte einen guten 5. Platz und wurde zu dem Kreispokalsieger durch einen 1:0 Sieg über den VFB Wetter. Bei den Hallenstadtmeisterschaften spielte man bis ins Finale ebenfalls hervorragend auf. Dies verlor man allerdings mit sage und schreibe 0:9 gegen den FSV Schröck.

von 2000 bis 2010

Nach dem folgerichtigen Abstieg kam dann 1999 mit Mario Röder ein neuer Spielertrainer. Als Team stand ihm nach vielen Abgängen quasi die 2. Mannschaft des Vorjahres zur Verfügung. Und sensationeller Weise gelang der direkte Wiederaufstieg.

Der neue Trainer Matthias Lambeck hatte nach dem Weggang von M. Röder mit dem zur Verfügung stehenden Personal kaum eine Chance, so dass man am Ende „durchgereicht“ wurde in die Kreisliga. Seit Jahrzehnten das erste Mal, dass der FSV nicht auf Bezirksebene oder höher spielte. Saison 2005 stand Trainer Bernd Wiegand , nachdem er die Mannschaft ab dem Winter der Vorsaison vor dem Abstieg gerettet hatte, vor einer schwierigen Runde, da einige ältere Leistungsträger ihre Karriere beendeten und außer mit Mario Müller und Ronny Bäcker keine namhaften Neuverpflichtungen getätigt werden konnten. Nach gutem Start rutschte die Mannschaft doch leider Stück für Stück ins untere Mittelfeld ab. Durch eine harte Wintervorbereitung und wichtigen Punkten aus den direkten Duellen gegen den späteren Abstiegsreleganten Ernsthausen, wurde die Klasse gehalten. Mit dem neuen Trainer „Bibo“ Michael Rosenstengel hatte der neue Vorstand um Reiner Bohl einen altbekannten Cappler Spieler als Trainer verpflichtet. Einige gute Neuzugänge, wie Casas, Klein, Nazer, Marschall etc. hoben die Leistungsbreite der Mannschaft.

Am 23.09.2007 kam es beim Meisterschaftsspiel in Schweinsberg zu einem Spielabbruch welchen ein Spieler des FSV verschuldet hatte. In der Folge mussten einige Spieler den Verein verlassen und „Bibo“ Rosenstengel stellte sein Amt als Trainer zur Verfügung. Mit dem neuen Trainer Klaus Fischer gelang es mit einer fulminanten Rückrunde noch den 10. Tabellenplatz zu erreichen.

von 2010 bis 2013

Für die neue Runde 2009/2010 wurde mit Stefan Backes ein alter Bekannter als Trainer verpflichtet. Nach dem Rücktritt von Stefan Backes und dem Einspringen von Michael Pohl als Interimstrainer wurde mit Klaus Umbeck ein erfahrener Trainer geholt, welcher es leider auch nicht schaffte den begehrten 2. Platz zu erreichen.

Für die Runde 2010/2011 gab sich der Verein aufgrund von sehr vielen Abgängen, insbesondere von jungen Eigengewächsen, keinen Illusionen hin. Das Thema „Aufstieg“ war keins. Und die ersten Spiele schienen dem Recht zu geben. Eine miserable Vorbereitung und 11 Punkte nach 11 Spielen ließen eher ganz schlechte Zeiten befürchten. Aber die Mannschaft berappelte sich und trotz eines sehr kleinen Kaders gelang es am Ende der Runde einen hervorragenden 4. Platz zu erreichen.

Nach dreimal „Blech“ hoffen wir, dass wir nach der neuen Runde auch mal etwas Zählbares vorweisen können. Die in den letzten Jahren um Spieler wie Florian Sautter, Cornelius Klein oder die „Stump-Brüder“ gewachsene Mannschaft (unterstützt von „alten Recken“ wie Ingo Hartmann oder Frank Jöstingmeier) hat und wird sinnvoll ergänzt mit mehreren Neuzugängen und Rückkehrern, welche insbesondere auch menschlich zum FSV passen sollen. Da der FSV Cappel einer der ganz wenigen Vereine im Landkreis ist bei dem kein Spieler (offiziell oder inoffiziell) Geld verdienen kann, ist es umso schöner und spricht umso mehr für den Verein, dass dies gelungen ist.

Zur Saison 2011/12 übernahm das Trainergespann Weidenhausen/Elmshäuser das Ruder beim FSV. Neben einiger taktischer Veränderungen (Ballorientiertes Verteidigen) lotsten sie neue Spieler an den Köppel, die den doch recht kleinen Kader sowohl Qualitativ als auch Quantitativ verstärkten. In einer Saison in der die Jungs vom Köppel bis zur Winterpause wie der sichere Meister aussahen, musste aufgrund eines Leistungstiefs bis zum letzte Spieltag um den Titel gezittert werden. Dieser wurde jedoch im entscheidenden Spiel in Roßdorf mit einer starken Leistung errungen. Mit diesem Meistertitel schaffte der FSV endlich das was er die Jahre zuvor häufig knapp verpasste.

Zur Saison 12/13 konnte der FSV einige vielversprechende junge Talente aus dem Landkreis als Neuzugänge gewinnen. Durch einen relativ ausgeglichen besetzten Kader konnte in der Kreisoberliga, als Aufsteiger relativ souverän der Klassenerhalt gesichert werden.

von 2013 bis 2015

2013/14 ging die Ära Weidenhausen/Elmshäuser zu Ende und mit der Verpflichtung von Trainer Frank Winkler hatte Cappel einen der erfolgreichsten Trainer im Umkreis der letzten Jahre verpflichtet. Mit durchwachsener Vorbereitung startete man nicht gut in die Saison. Das Team schien sich jedoch zu stabilisieren und konnte einige wichtige Punkte erringen. Insbesondere in der Restrunde 2014 wurden aber viele Spiele am Stück verloren und der Verein und Trainer Winkler trennten sich 11 Spieltage vor Rundenende, in dem Moment, als Cappel auf einem Abstiegsplatz stand. Das Team schaffte es, unter Interimstrainer Klaus Fischer, noch durch einen fulminanten Endspurt alle Abstiegssorgen zu beseitigen und belegte sogar den nicht mehr erwarteten 10. Platz.

In der Saison 14/15 stand Cappel vor einer sehr schweren Aufgabe. 10 Spieler der 1. Mannschaft, die mit Trainer Fischer im Endspurt der Vorsaison noch den Klassenerhalt geschafft hatten, verließen den Verein und es konnten bedingt der finanziellen Lage des Vereins auch keine namhaften Neuzugänge verpflichtet werden. Es stand ein Umbruch bzw. Neuanfang an, mit ganz enger Personaldecke.

Der Beginn der Runde war durch das Fehlen von Spielern durch Urlaub und Verletzung geprägt. Die Mannschaft konnte sich nicht einspielen, was sich insbesondere im Abwehrverbund bemerkbar machte. Das Team verlor 11-mal am Stück und war schon als Absteiger Nr.1 fest verbucht. Durch das Hinzukommen von Manuel Glaum und Luan Tonelli, der Stabilisation vieler ganz junger Spieler (Naumann, P., Pohl, Y., Elmshäuser,T. etc.) und das Umstellen auf das Spielsystem mit Libero brachte eine unerwartete Trendwende. Cappel punktete plötzlich wieder und gewann gegen Gegner wie Gladenbach, die aus höheren Tabellenregionen kamen.

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